Brückenbau: Ein umfassender Leitfaden zur As-Is/To-Be-Analyse mithilfe von Ablaufdiagrammen

Einführung

In der dynamischen Landschaft des modernen Geschäfts ist Effizienz nicht nur ein Ziel – sie ist eine Notwendigkeit. Organisationen bemühen sich ständig darum, ihre Abläufe zu optimieren, Verschwendung zu reduzieren und die Kundenzufriedenheit zu steigern. Im Zentrum dieser Bemühungen stehtGeschäftsprozessverbesserung (BPI), ein disziplinierter Ansatz zur Identifizierung, Analyse und Verbesserung bestehender Geschäftsprozesse.

Zentral für BPI ist dieAs-Is/To-Be-Analyse, eine grundlegende Technik, die Organisationen ermöglicht, die Lücke zwischen ihrem aktuellen Betriebszustand („As-Is“) und ihrem gewünschten zukünftigen Zustand („To-Be“) visuell darzustellen. Während Ablaufdiagramme und Swimlane-Diagramme gängige Werkzeuge für diese Analyse sind,Ablaufdiagrammebieten einen einzigartigen und mächtigen Blickwinkel. Sie zeichnen sich durch ihre Stärke aus, die zeitliche Abfolge der Interaktionen zwischen verschiedenen Akteuren (Menschen, Systemen oder Abteilungen) darzustellen, wodurch sie ideal geeignet sind, Kommunikationsengpässe, Latenzprobleme und Integrationslücken aufzudecken.

Conducting Gap Analysis With Sequence Diagram | Visual Paradigm UML

Dieser Leitfaden bietet einen umfassenden Rahmen für die Durchführung einer Lückenanalyse mithilfe vonAblaufdiagramms. Wir werden zentrale Konzepte untersuchen, die Methodik anhand eines detaillierten Fallbeispiels zuKundenbestellabwicklung, und stellen ausführbaren PlantUML-Code bereit, um Ihnen bei der Visualisierung Ihrer eigenen Prozesse zu helfen. Durch die Beherrschung dieser Technik können Sie eine klare Roadmap für die Transformation erstellen, sicherstellend, dass Ihre „To-Be“-Prozesse nicht nur effizient, sondern auch technisch umsetzbar und mit den organisatorischen Zielen ausgerichtet sind.


Verständnis der As-Is/To-Be-Analyse

Was ist die As-Is/To-Be-Analyse?

Die As-Is/To-Be-Analyse ist eine strukturierte Methode zur Dokumentation des aktuellen Zustands eines Prozesses und zur Gestaltung eines verbesserten zukünftigen Zustands. Sie fungiert als Brücke zwischen Problemerkennung und Lösungsumsetzung.

1. As-Is-Analyse: Die aktuelle Realität

Die Phase „As-Is“ dreht sich um ehrliche Dokumentation. Dabei geht es darum, wie die Arbeit tatsächlichtatsächlicherledigt wird, nicht unbedingt so, wie es nach den Richtlinienhandbüchernsollteerledigt werden sollte, gemäß den Richtlinienhandbüchern.

  • Prozesskartierung: Erstellung visueller Darstellungen des aktuellen Arbeitsablaufs.

  • Datenbeschaffung: Sammeln von Metriken zu Zykluszeiten, Fehlerquoten und Ressourcennutzung.

  • Interviews mit Stakeholdern: Einbeziehung von Mitarbeitern, um Schwachstellen und Workarounds zu verstehen.

  • Identifizierung von Ineffizienzen: Identifizierung von Engpässen, überflüssigen Schritten und manuellen Eingriffen.

2. Soll-Analyse: Die zukünftige Vision

Die „Soll“-Phase dreht sich um Innovation und Gestaltung. Sie konzentriert sich darauf, einen optimierten Prozess zu schaffen, der die in der Ist-Analyse gefundenen Probleme löst.

  • Neu Gestaltung des Prozesses: Beseitigung von nicht wertschöpfenden Schritten und Automatisierung manueller Aufgaben.

  • Rollendefinition: Klärung von Verantwortlichkeiten, um Unklarheiten zu vermeiden.

  • Technologieintegration: Nutzung neuer Werkzeuge oder Systeme zur Verbesserung der Effizienz.

  • Etablierung von KPIs: Etablierung von Kennzahlen zur Messung des Erfolgs des neuen Prozesses.

Wie es mit der Verbesserung von Geschäftsprozessen (BPI) zusammenhängt

Die Ist-/Soll-Analyse ist die treibende Kraft der BPI. Sie treibt die folgenden kritischen Tätigkeiten an:

  1. Identifizierung von Möglichkeiten: Die Ist-Analyse zeigt auf, wo Zeit und Geld verschwendet werden.

  2. Gestaltung effizienter Prozesse: Die Soll-Analyse erstellt eine Bauplan für eine schlankere, schnellere Operation.

  3. Veränderungsmanagement: Indem der Unterschied zwischen der alten und neuen Arbeitsweise klar dargestellt wird, können Organisationen ihre Mitarbeiter besser auf den Wandel vorbereiten.

  4. Kontinuierliche Verbesserung: BPI ist iterativ. Sobald der Soll-Prozess umgesetzt ist, wird er zur neuen Ist-Situation, und der Zyklus beginnt von neuem.


Warum Sequence-Diagramme für die Lückenanalyse verwenden?

Während Flussdiagramme zeigen was geschieht, zeigen Sequence-Diagramme wer interagiert mit wem und wenn. Diese zeitliche Perspektive ist entscheidend für die Identifizierung von:

  • Latenz: Verzögerungen, verursacht durch Warten auf Antworten von anderen Systemen oder Abteilungen.

  • Integrationsschwächen: Fehlende Verbindungen zwischen Software-Systemen, die manuelle Datenneuvergabe erfordern.

  • Kommunikationsaufwand: Übermäßiger Hin- und Herschreiben von Nachrichten, der den Prozess verlangsamt.

Wichtige Elemente eines Ablaufdiagramms

  • Lebenslinien: Stellen die Teilnehmer (Aktoren, Systeme oder Abteilungen) dar.

  • Nachrichten: Pfeile, die Kommunikation oder Datenübertragung zwischen Lebenslinien anzeigen.

  • Aktivitätsleisten: Rechtecke auf Lebenslinien, die anzeigen, wann ein Objekt eine Aktion ausführt.

  • Hinweise/Beschränkungen: Zusätzliche Informationen, die bestimmte Bedingungen oder Probleme erklären.


Fallstudie: Optimierung der Abwicklung von Kundenaufträgen

Problemstellung

XYZ Retail Corp erlebt erhebliche Verzögerungen im Prozess der Auftragsabwicklung. Kunden beschweren sich über lange Wartezeiten, falsche Lieferungen und fehlende Status-Updates. Der derzeitige Prozess beruht stark auf manuellen E-Mails und Tabellenkalkulationsaktualisierungen, was zu Fehlern und Ineffizienzen führt. XYZ Retail möchte diesen Prozess automatisieren und optimieren, um die Kundenzufriedenheit und die operative Geschwindigkeit zu verbessern.

Beschreibung des Ist-Prozesses

Der derzeitige Prozess der Auftragsabwicklung beinhaltet mehrere manuelle Übergaben:

  1. Der Kunde stellt über die Website eine Bestellung auf.

  2. Die Website sendet eine E-Mail-Benachrichtigung an das Verkaufsteam.

  3. Das Verkaufsteam gibt die Bestelldetails manuell in eine Excel-Tabelle ein.

  4. Das Verkaufsteam sendet eine E-Mail an das Lager-Team mit den Bestelldetails.

  5. Das Lager-Team prüft manuell den Lagerbestand.

  6. Wenn die Artikel verfügbar sind, nimmt das Lager die Bestellung heraus und verpackt sie.

  7. Das Lager sendet eine E-Mail an den Versanddienstleister mit den Abholinformationen.

  8. Der Versanddienstleister holt das Paket ab und aktualisiert den Status per Telefonanruf beim Lager.

  9. Das Lager aktualisiert manuell die Excel-Datei und sendet dem Kunden per E-Mail die Tracking-Informationen.

Probleme mit dem Ist-Prozess

  • Manuelle Dateneingabe: Hohe Gefahr von Tippfehlern und Fehlern beim Übertragen von Daten von E-Mails in Excel.

  • Kommunikationsverzögerungen: Die Abhängigkeit von E-Mails und Telefonanrufen verursacht erhebliche Verzögerungen.

  • Fehlende Echtzeit-Transparenz:  weder Kunden noch interne Teams haben Echtzeit-Zugriff auf den Bestellstatus.

  • Ingenieurgenauigkeit: Manuelle Bestandsprüfungen führen zu Überverkäufen und Ausverkäufen.

Zielprozess-Ziele

Das Ziel ist die Schaffung eines automatisierten, integrierten Bestellabwicklungs-Systems:

  1. Die Bearbeitungszeit für Bestellungen um 70 % reduzieren.

  2. Manuelle Dateneingabe durch Systemintegration beseitigen.

  3. Echtzeit-Bestandsprüfungen und Aktualisierungen zum Bestellstatus bereitstellen.

  4. Die Kommunikation mit Versanddienstleistern automatisieren.

  5. Selbstbedienung für Kunden bei der Verfolgung von Sendungen ermöglichen.


Zusammenfassung der Erkenntnisse des Ist-Szenarios

Ist-Prozess-Tabelle

Schritt Beschreibung des Schritts Verantwortliche Partei Eingabe Ausgabe Probleme/Herausforderungen
1 Kunde stellt Bestellung auf Kunde Bestelldetails Bestellbestätigungs-E-Mail Keine sofortige Systemüberprüfung
2 Verkauf erhält Benachrichtigung Verkaufsteam E-Mail-Benachrichtigung Bestelldetails in Posteingang Manuelle Überwachung erforderlich
3 Manuelle Dateneingabe Verkaufsteam E-Mail-Inhalt Excel-Tabelleneintrag fehleranfällig, zeitaufwendig
4 Lager benachrichtigen Verkaufsteam Excel-Eintrag E-Mail an das Lager Verzögerung in der Kommunikation
5 Bestand prüfen Lagerteam E-Mail-Anfrage Manuelle Bestandsprüfung Ungenaue Lagerbestände
6 Auswählen und Verpacken Lagerteam Physische Artikel Verpackte Bestellung Manueller Prozess
7 Versanddienstleister benachrichtigen Lager-Team Details zum verpackten Auftrag E-Mail an den Versanddienstleister Manuelle Abstimmung
8 Abholung und Statusaktualisierung Versanddienstleister Paket Telefonanruf an das Lager Unstrukturierte Statusaktualisierung
9 Kunde aktualisieren Lager/Verkauf Verfolgungsdaten E-Mail an den Kunden Verzögerte Benachrichtigung

Darstellung des Ist-Szenarios mit einem Sequenzdiagramm

Der folgende PlantUML-Code generiert ein Sequenzdiagrammdas ineffizienten, manuell-lastigen Ist-Prozess veranschaulicht. Beachten Sie die zahlreichen manuellen Schritte und asynchronen Kommunikationswege (E-Mails/Telefonanrufe), die Verzögerungen verursachen.

 

@startuml
title Ist-Zustand: Prozess der Auftragsabwicklung für Kunden

aktor "Kunde" als C
beteiligter "Websiten(System)" als W
beteiligter "Verkaufsteam" als S
beteiligter "Lager-Team" als WH
beteiligter "Versanddienstleister" als SP

== Auftragsplatzierung ==
C -> W: Auftrag platzieren
W --> C: Bestätigungs-E-Mail senden
W -> S: E-Mail-Benachrichtigung senden

== Manuelle Bearbeitung ==
S -> S: E-Mail lesen
S -> S: Daten manuell in Excel eingeben
notiz rechts: Hohe Gefahr menschlicher Fehler

S -> WH: E-Mail mit Auftragsdetails senden
notiz links: Kommunikationsverzögerung

== Lagerbestand & Abwicklung ==
WH -> WH: Manuelle Lagerbestandsprüfung
alternativ Artikel verfügbar
    WH -> WH: Auftrag abholen und verpacken
    WH -> SP: E-Mail für Abholung senden
sonst Artikel nicht auf Lager
    WH -> S: E-Mail über Ausverkauf senden
    S -> C: E-Mail über Stornierung senden
ende

== Versand & Benachrichtigung ==
SP -> SP: Paket abholen
SP -> WH: Telefonanruf mit Tracking-Informationen
notiz rechts: Unstrukturierte Kommunikation
WH -> WH: Excel manuell aktualisieren
WH -> C: E-Mail mit Tracking-Informationen senden

@enduml

(Hinweis: Sie können diesen Code mit jedem PlantUML-Editor oder Visual Paradigm VPas darstellen)


Zusammenfassung der Erkenntnisse des Soll-Szenarios

Soll-Prozess-Tabelle

Schritt Beschreibung des Schritts Verantwortliche Partei Eingabe Ausgabe Verbesserungen/Änderungen
1 Kunde stellt Bestellung auf Kunde Bestelldetails Echtzeit-Bestellbestätigung Sofortige Überprüfung
2 Automatisierte Bestellverarbeitung System Bestelldaten Automatisch erstellter Bestellvermerk Manuelle Eingabe vermeiden
3 Echtzeit-Lagerbestandsprüfung System Bestellte Artikel Verfügbarkeitsbestätigung Genauere Lagerbestände
4 Automatische Benachrichtigung des Lagers System Bestätigte Bestellung Digitale Auswahlliste Sofortige Kommunikation
5 Auswählen und Verpacken Lager-Team Digitale Pickliste Verpackte Bestellung Vom System geleitet
6 Versandetikett automatisch generieren System Bestelldetails Versandetikett & API-Aufruf Integriert mit dem Versanddienstleister
7 Automatische Statusaktualisierung System Antwort der Versanddienstleister-API Link zur Echtzeitverfolgung Keine manuellen Aktualisierungen erforderlich
8 Kundenbenachrichtigung System Verfolgungslink SMS/E-Mail an Kunden Proaktive Kommunikation

Darstellung des Soll-Zustands mit einem Sequenzdiagramm

Der folgende PlantUML-Code veranschaulicht den optimierten, automatisierten Soll-Prozess. Achten Sie auf die direkten Integrationen zwischen den Systemen und die Reduzierung manueller Eingriffe.

@startuml
title Soll: Automatisierter Prozess zur Abwicklung von Kundenbestellungen

actor "Kunde" als C
participant "E-Commerce-Plattform" als ECP
participant "Lagerverwaltungssystem" als IS
participant "Lagerverwaltungssystem" als WMS
participant "Versanddienstleister-API" als SC

== Bestellplatzierung und Validierung ==
C -> ECP: Bestellung aufgeben
ECP -> IS: Echtzeit-Lagerbestand prüfen
alt Artikel verfügbar
    IS --> ECP: Verfügbarkeit bestätigen
    ECP -> ECP: Bestellprotokoll erstellen
    ECP --> C: Echtzeit-Bestätigung
else Artikel nicht auf Lager
    IS --> ECP: Ausverkaufs-Alarm
    ECP --> C: Benachrichtigung über Unverfügbarkeit
end

== Automatisierte Abwicklung ==
ECP -> WMS: Pickliste automatisch generieren
WMS -> WMS: Picker führen (digital)
WMS -> WMS: Bestellung verpacken

== Integrierter Versand ==
WMS -> SC: Versandetikett anfordern (API)
SC --> WMS: Etikett und Tracking-ID zurückgeben
WMS -> ECP: Bestellstatus aktualisieren

== Kundenbenachrichtigung ==
ECP -> C: SMS/E-Mail mit Verfolgungslink senden
notiz rechts: Proaktive, Echtzeit-Update

@enduml


Gap-Analyse: Brückenbau zwischen manueller und automatisierter Erfüllung

Der Übergang vom Ist-Zustand zum Soll-Zustand ist nicht lediglich ein technologischer Aufwertung; es handelt sich vielmehr um eine grundlegende Neustrukturierung der Wertschöpfung für den Kunden. Durch die Gegenüberstellung der beiden obenstehenden Ablaufdiagramme können wir eine präzise Gap-Analyse durchführen, die spezifische operative Mängel hervorhebt und diese direkt auf gezielte Verbesserungen abbildet.

Identifizieren der Lücken

Ein detaillierter Vergleich des Ist- und Soll-ZustandsAblaufdiagrammezeigt vier kritische Lücken im aktuellen Erfüllungsprozess von XYZ Retail Corp auf:

GAp Analysis Manual vs Automated Fulfillment | Visual Paradigm UML + VPasCode

Lückenkategorie Ist-Zustand (Aktuell) Soll-Zustand (Zukunft) Auswirkung der Lücke
Datenintegrität Das Verkaufsteam gibt die Auftragsdaten manuell aus der E-Mail in Excel erneut ein. Die E-Commerce-Plattform erstellt automatisch Auftragsaufzeichnungen über eine API-Integration. Hohes Risiko von Transkriptionsfehlern, die zu falschen Versendungen und Rücksendungen führen.
Kommunikationsverzögerung Abhängigkeit von asynchronen E-Mails und Telefonanrufen zwischen Verkauf, Lager und Versand. Echtzeit-System-zu-System-Kommunikation (APIs, digitale Pick-Listen). Die Auftragsbearbeitung wird um Stunden oder Tage verzögert, da auf menschliche Eingriffe gewartet wird.
Lagerbestandsübersicht Das Lager führt manuelle physische Kontrollen nur durchnachdem Auftrag erhalten wurde. Die Echtzeit-Prüfung des Lagerbestands erfolgtam Verkaufspunkt. Überverkauf, Lagerausfälle und nachfolgende Auftragsstornierungen schädigen das Kundenvertrauen.
Kundenerlebnis Der Kunde erhält die Tracking-Information erst nachdem das Lager die Excel-Datei manuell nach der Abholung aktualisiert hat. Automatisierte SMS/E-Mail, die sofort bei der Erstellung des Versandetiketts ausgelöst wird. Kunden erleben Anspannung und eine höhere Anzahl an Support-Tickets aufgrund fehlender Transparenz.

Wichtige Verbesserungen erreicht

Die Behebung dieser Lücken durch die To-Be-Prozessgestaltung liefert messbaren Geschäftswert:

  1. Beseitigung von nicht wertschöpfenden Tätigkeiten:Durch die Beseitigung manueller Dateneingaben und der E-Mail-Koordination werden Mitarbeiter von administrativen Aufgaben entlastet und können sich auf die Bearbeitung von Ausnahmen und die Qualitätskontrolle konzentrieren. Dies unterstützt direkt das Ziel, die Bearbeitungszeit um 70 % zu reduzieren.

  2. Fehlervermeidung an der Quelle:Echtzeit-Inventurprüfungen verhindern die Bestellung von nicht verfügbaren Artikeln und beseitigen den kostspieligen Rücklaufzyklus von Stornierungen und Rückerstattungen. Die Datenqualität steigt von geschätzten 85 % (manuelle Eingabe) auf nahezu 100 % (Systemintegration).

  3. Vorhersehbare Zykluszeiten:Automatisierte Workflows entfernen menschliche Variabilität aus der Erfüllungsgleichung. Bestellungen, die vor einer Sperrzeit abgegeben werden, können garantiert am selben Tag bearbeitet werden, was zu zuverlässigen SLAs für Kunden führt.

  4. Skalierbarkeit ohne lineare Kostensteigerung:Der automatisierte To-Be-Prozess kann eine 3- oder 5-fache Bestellmenge verarbeiten, ohne dass proportionale Erhöhungen im Verkaufs- oder Lagerverwaltungspersonal erforderlich sind. Wachstum wird nunmehr von der Systemkapazität, nicht von der Personalanzahl, bestimmt.

Erstellung eines Umsetzungsplans

Der Übergang vom Ist- zum Soll-Zustand erfordert einen strukturierten Ansatz. Nachfolgend finden Sie einen dreimonatigen Umsetzungsplan zur Optimierung der Auftragsabwicklung für XYZ Retail Corp.

Umsetzungsplan für die automatisierte Auftragsabwicklung

Ziel:Manuelle Auftragsabwicklung innerhalb von drei Monaten durch ein integriertes, automatisiertes System ersetzen, um die Bearbeitungszeit um 70 % zu senken und Dateneingabefehler zu beseitigen.

Monat 1: Analyse und Planung (Woche 1–4)

  1. Woche 1–2: Projektstart und Teambildung

    • Aufbau eines interdisziplinären Teams: IT, Verkauf, Lager und Kundenservice.

    • Abgrenzung des Projektumfangs, Festlegung von Zielen und Erfolgskennzahlen (KPIs).

  2. Woche 3: Dokumentation des Ist-Prozesses

    • Abbildung des aktuellen Ist-Prozesses unter Verwendung von Ablaufdiagrammen (wie oben gezeigt).

    • Identifizierung aller manuellen Berührungspunkte und Integrationsschwachstellen.

  3. Woche 4: Einbindung der Stakeholder und Erfassung der Anforderungen

    • Gespräche mit Lagerpersonal und Verkaufsteam zur Identifizierung von Problembereichen führen.

    • Definition der technischen Anforderungen für die Systemintegration (APIs, Datenformate).

Monat 2: Systemdesign und Entwicklung (Woche 5–8)

  1. Woche 5: Soll-Prozess Gestaltung

    • Entwerfen Sie den neuen automatisierten Ablauf unter Verwendung des Soll-ZustandsAblaufdiagrammen.

    • Wählen Sie Technologiepartner aus (z. B. Anbieter von Versanddienstleister-APIs).

  2. Woche 6–7: Systemintegration und Entwicklung

    • Entwickeln Sie APIs zur Verbindung der E-Commerce-Plattform, des Lagerbestandsystems und des Lagerverwaltungssystems.

    • Implementieren Sie Logik für die Echtzeit-Überprüfung des Lagerbestands.

  3. Woche 8: Testen und Qualitätssicherung

    • Durchführen von Einzelkomponententests.

    • Durchführen von Integrationstests über den gesamten Prozess mit Beispielbestellungen.

Monat 3: Umsetzung und Überwachung (Woche 9–12)

  1. Woche 9: Pilottest

    • Führen Sie den neuen Prozess mit einer kleinen Auswahl an Bestellungen durch (z. B. 10 % des Volumens).

    • Überwachen Sie auf Fehler und sammeln Sie Feedback von Lagermitarbeitern.

  2. Woche 10–11: Vollumfassende Einführung

    • Schalten Sie die gesamte Auftragsabwicklung auf das neue automatisierte System um.

    • Bieten Sie Schulungen für das Personal zur Handhabung von Ausnahmen an (z. B. beschädigte Waren).

  3. Woche 12: Überwachung der Leistung und Optimierung

    • Verfolgen Sie KPIs: Bearbeitungszeit für Aufträge, Fehlerquote, Kundenzufriedenheitswerte.

    • Beheben Sie alle nach der Einführung auftretenden Probleme und optimieren Sie die Systemparameter.

Nach der Umsetzung (fortlaufend)

  1. Fortlaufende Verbesserung

    • Überprüfen Sie regelmäßig die Systemleistungsprotokolle.

    • Erforschen Sie weitere Möglichkeiten zur Automatisierung (z. B. künstliche Intelligenz zur Nachfrageprognose).


Fazit

Analyse des Ist-/Soll-Zustands unter Verwendung vonAblaufdiagrammenist eine leistungsstarke Methode zur Verbesserung von Geschäftsprozessen. Durch die Visualisierung der zeitlichen Interaktionen zwischen Akteuren und Systemen können Organisationen ineffiziente Stellen identifizieren, die in traditionellen Flussdiagrammen möglicherweise übersehen werden. Der Fallstudie von XYZ Retail Corp zeigt, wie der Übergang von einem manuellen, e-mail-abhängigen Prozess zu einem automatisierten, integrierten System die Effizienz, Genauigkeit und Kundenzufriedenheit erheblich verbessern kann.

Zu den zentralen Erkenntnissen gehören:

  • Visuelle Klarheit: Sequenzdiagramme bieten einen klaren Überblick über Kommunikationsflüsse und Verzögerungen.

  • Lückenidentifikation:Vergleich vonSoll-Ist- und Soll-Zukunft-Diagrammen zeigt genau auf, wo Automatisierung und Integration erforderlich sind.

  • Strukturierte Umsetzung:Ein schrittweiser Ansatz gewährleistet einen reibungslosen Übergang und minimiert Störungen.

Für Organisationen, die diese Methode umsetzen möchten, Visual Paradigmist ein hoch empfehlenswertes Werkzeug. Es bietet umfassende Unterstützung für die Erstellung sowohl von Soll-Ist- als auch von Soll-Zukunft-Sequenzdiagrammen, wodurch Teams Prozessänderungen leicht visualisieren, vergleichen und kommunizieren können. Mit seiner intuitiven Oberfläche und umfassenden Funktionalität ermöglicht Visual Paradigm Unternehmen, die Kluft zwischen ihrer aktuellen Realität und ihrem zukünftigen Potenzial zu überbrücken und kontinuierliche Verbesserung sowie betriebliche Exzellenz voranzutreiben.